Was ist eine Infrarotkabine und was bewirkt sie?

Regelmäßiges Schwitzen stärkt das Herz-Kreislauf-System und entspannt die Muskulatur, doch die Hitze einer klassischen Sauna empfinden viele als zu intensiv. Eine Infrarotkabine ist eine Wärmekabine, deren Strahler direkt den Körper erwärmen, während die Raumluft vergleichsweise mild bleibt. Die Wärme lockert Muskeln, regt die Durchblutung an und kann bei zahlreichen Beschwerden wohltuend wirken. Wir von Pro Pool in Dreieich stellen Ihnen hier die Infrarotkabine genauer vor und erklären, welche Strahlungsarten es gibt, wie sie wirken und wann Sie auf die Nutzung besser verzichten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Strahler einer Infrarotkabine erzeugen die Wärme direkt beim Auftreffen auf den Körper.
  • Man unterscheidet die Strahlungsarten IR-A, IR-B und IR-C sowie Vollspektrumstrahler, die alle drei kombinieren.
  • Die Infrarotwärme lockert Verspannungen, fördert die Durchblutung und kann bei Beschwerden wie Rheuma, Rückenschmerzen oder Erkältungen wohltuend sein.
  • Bei Schwangerschaft, Fieber, akuten Entzündungen und Thrombose sollten Sie auf die Infrarotkabine verzichten.
  • Infrarotkabinen arbeiten mit niedrigeren Temperaturen als eine Sauna und benötigen kaum Vorheizzeit.

Was ist eine Infrarotkabine?

Eine Infrarotkabine, auch Rotlichtkabine genannt, ist eine Alternative zur klassischen Sauna oder zum Dampfbad. Sie arbeitet mit speziellen Infrarotstrahlern. Deren Strahlung erzeugt die Hitze direkt beim Auftreffen auf den Körper, während sich die Luft in der Kabine nur mäßig erwärmt. Für den Betrieb genügt Strom aus der Steckdose.

Die meisten Wärmekabinen bestehen außen aus Holz. Das Material speichert die Wärme und isoliert die Kabine gut gegenüber der kühleren Umgebung. Je nach Modell genießen Sie die Infrarotwärme im Sitzen oder Liegen. Wichtig ist, dass die Strahler alle relevanten Körperbereiche gleichmäßig erreichen.


Welche Arten von Infrarotstrahlung gibt es?

Infrarotstrahlung wird nach Wellenlänge in IR-A, IR-B und IR-C unterteilt. Die kurzwellige IR-A-Strahlung ist besonders intensiv und dringt am tiefsten in die Haut ein. Sie wird vor allem für die punktuelle Bestrahlung von Entzündungen eingesetzt, etwa mit Rotlichtlampen in der Physiotherapie. In Infrarotkabinen finden sich am häufigsten IR-B- und IR-C-Strahler. Sie wärmen die Haut mit einer Eindringtiefe von etwa 0,3–2 mm noch intensiv, sind aber deutlich verträglicher. Vollspektrumstrahler kombinieren alle drei Strahlungsarten und wirken entsprechend kräftig.

StrahlungsartWellenlängeWirkungGeeignet für
IR-A780–1.400 nmintensiv, tiefe Eindringtiefepunktuelle Anwendung bei Entzündungen
IR-B1.400–3.000 nmintensiv, gut verträglichEinsteiger und Einsteigerinnen, Senioren und Seniorinnen, empfindliche Personen
IR-Cab 3.000 nmmilde OberflächenwärmeEinsteiger und Einsteigerinnen, Senioren und Seniorinnen, empfindliche Personen
VollspektrumIR-A bis IR-Csehr intensivgeübte Saunagänger und Saunagängerinnen

Infrarot-Strahlungsarten im Vergleich nach Wellenlänge, Wirkung und Eignung


Wie wirkt sich eine Infrarotkabine auf die Gesundheit aus?

Die Wärme in der Infrarotkabine entspannt die Muskulatur und hilft, Verspannungen zu lösen. Besonders nach langem Sitzen am Schreibtisch oder körperlich harter Arbeit ist dieser Effekt spürbar. Gleichzeitig regt die Infrarotwärme die Durchblutung an und kann Entzündungen in der Haut und im darunterliegenden Gewebe lindern. Bei richtiger Anwendung lassen sich so auch chronische Schmerzen verringern. Unterstützend angewendet wird die Infrarotkabine zum Beispiel bei:

  • Muskelverspannungen
  • Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Arthrose und Arthritis
  • Rheuma
  • Erkältungskrankheiten
  • Asthma und Bronchitis
  • Kopfschmerzen
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Neurodermitis und Akne

Eine Infrarotkabine ersetzt keine ärztliche Behandlung. Bei bestehenden Erkrankungen sollten Sie die Anwendung vorher mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen.

Kann eine Infrarotkabine vorbeugend wirken?

Eine Infrarotkabine wirkt auch präventiv. Die Wärme regt den Stoffwechsel und das Immunsystem an. Regelmäßige Muskelentspannung beugt außerdem chronischen Verspannungen und Schmerzen vor, die durch einseitige Haltung oder Fehlbelastung bei der Arbeit entstehen. Nach dem Training oder der Arbeit unterstützt die Infrarotwärme die Regeneration und mildert Stresssymptome wie Nervosität und Abgeschlagenheit.

Infrarotkabine richtig nutzen

Eine Sitzung in der Infrarotkabine dauert üblicherweise 20–40 Minuten. Für eine vorbeugende Wirkung empfiehlt sich die regelmäßige Nutzung, je nach Wohlbefinden mehrmals pro Woche. Nach der Infrarotkabine ist eine lauwarme Dusche angenehmer als kaltes Abduschen.


Wann darf man nicht in die Infrarotkabine?

Die Wärme entspannt den Körper, sie belastet aber auch den Kreislauf und das Immunsystem. Bestimmte Erkrankungen oder Körperzustände können sich dadurch verschlechtern. Verzichten Sie auf die Nutzung der Infrarotkabine in folgenden Fällen:

  • während einer Schwangerschaft
  • bei akuten Infektionen und Fieber
  • bei akuten Entzündungen oder Verletzungen
  • bei Thrombose
  • direkt nach einem Besuch im Solarium
  • unter Alkohol- oder Drogeneinfluss

Was unterscheidet eine Infrarotkabine von einer Sauna?

Eine Infrarotkabine arbeitet mit Temperaturen von etwa 30–65 °C, eine klassische Sauna dagegen mit rund 80–100 °C. Die mildere Wärme ist für Senioren und Seniorinnen, empfindliche Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen oft angenehmer. Auch Menschen mit Asthma empfinden die weniger heiße Atemluft häufig als wohltuend.

Da die Vorheizzeit fast vollständig entfällt, können Sie direkt nach dem Einschalten entspannen. Das senkt zugleich den Energieverbrauch im Vergleich zur Sauna. Die Infrarotwärme erreicht schnell tiefere Hautschichten, sodass die Wirkung auf die Muskulatur rasch einsetzt. Insgesamt ähnelt die gesundheitliche Wirkung der einer Sauna, bei geringerer Belastung für den Kreislauf.


FAQ

Wie lange sollte man in der Infrarotkabine bleiben?

Eine Sitzung in der Infrarotkabine dauert in der Regel 20–40 Minuten. Einsteiger und Einsteigerinnen beginnen am besten mit kürzeren Einheiten und steigern die Dauer langsam.

Welche Infrarotstrahlung ist für Einsteiger und Einsteigerinnen geeignet?

Für Einsteiger und Einsteigerinnen eignet sich vor allem IR-B- und IR-C-Strahlung, da diese Infrarotstrahlung gut verträglich ist. Vollspektrumstrahler sind aufgrund ihrer Intensität eher für geübte Nutzer und Nutzerinnen gedacht.

Wie oft sollte man eine Infrarotkabine nutzen?

Je nach Wohlbefinden kann eine Infrarotkabine mehrmals pro Woche genutzt werden. Für eine vorbeugende Wirkung ist eine regelmäßige Anwendung sinnvoll.

Schwitzt man in der Infrarotkabine weniger als in der Sauna?

In der Infrarotkabine schwitzt man meist weniger als in der Sauna, weil die Lufttemperatur deutlich niedriger ist. Die Wärme wirkt trotzdem direkt auf die Haut und Muskulatur.

Ist eine Infrarotkabine bei Herz-Kreislauf-Problemen geeignet?

Eine Infrarotkabine belastet den Kreislauf weniger als eine klassische Sauna. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Sie die Nutzung dennoch vorher ärztlich abklären.


Fazit: Ihre nächsten Schritte

  • Wählen Sie IR-B- oder IR-C-Strahler, wenn Sie sanfte, gut verträgliche Wärme bevorzugen.
  • Nutzen Sie die Infrarotkabine regelmäßig, um Verspannungen durch Fehlbelastung vorzubeugen.
  • Klären Sie bei Vorerkrankungen die Anwendung vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
  • Duschen Sie nach der Sitzung lauwarm, um den Kreislauf zu schonen.

Bei Pro Pool in Dreieich erhalten Sie eine ausführliche Beratung zu Strahlertypen, Kabinengrößen und dem passenden Standort in Ihrem Zuhause. Gern besuchen wir Sie vor Ort in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Umgebung und finden gemeinsam die Infrarotkabine, die zu Ihnen passt.